Archiv: September, 2008
Festival of Lights 2008 in Berlin
Ab dem 14. Oktober werden Berlins Wahrzeichen für zwei Wochen im bunten Licht erscheinen. Da ich in Berlin wohne, lasse ich mir die Gelegenheit nicht nehmen und gehe selbstverständlich hin. Letztes Jahr war ich noch mit meiner Canon Powershot G7 da und habe meine ersten Nachtaufnahmen gemacht und das mit Erfolg wie ich finde (jaja, Selbstlob stinkt…).
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Das Geheimnis stürzender Linien
Solange fliehende parallele Linien auf der horizontalen Ebene zusammenzulaufen scheinen z.B. Eisenbahnschienen, akzeptieren wir das als vollkommen natürlich. Auf der vertikalen Ebene wie stürzende Senkrechte an Gebäuden, die mit nach oben gerichteter Kamera aufgenommen wurden protestiert unser Auge dagegen. Obwohl dieses scheinbare Zusammenlaufen eine völlig normale Manifestation von Perspektive in vertikaler Richtung ist, werden die meisten Menschen dieser Erscheinung in der Wirklichkeit nicht gewahr, weil sie wissen, dass Senkrechte parallel laufen und schiefe Wände schnell zusammenbrechen würden.
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Schwarzweißfotografie – Was zu beachten ist
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Das Auge sieht Farben als Farben, der Schwarzweißfilm sieht sie als Grautöne. Obwohl bei jeder Schwarzweißfotografie die Umsetzung von Farben in Grautöne automatisch erfolgt, ist sie nicht unbeeinflussbar. Normalerweise werden Farben mit ähnlichen Helligkeitswerten, gleichgültig welcher Farbart, in Grautöne derselben Helligkeit übertragen, mit dem Ergebnis, dass so verschiedene Farben wie Rot und Grün im Bild als ein und dasselbe Grau erscheinen können, miteinander verschmelzen und höchstwahrscheinlich überhaupt nicht mehr auseinanderzuhalten sind. Mit Hilfe von Farbkorrekturfiltern kann man jedoch die Farbwiedergabe beeinflussen und bestimmte Farben in helleres, andere in dunkleres Grau umsetzen, so dass verschiedene Farben als verschiedene Grautonwerte erscheinen.
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Der Weißabgleich
Das Auge passt sich leichten Änderungen der Beleuchtungsfarbe an, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Leicht farbiges Licht halten wir für weiß. Die Fotokamera ist jedoch sehr empfindlich gegen Abweichungen von der Lichtfarbe, auf die er abgestimmt ist, und reagiert unweigerlich mit entsprechenden Farbstichen, sofern der Weißabgleich nicht korrigiert wurde.
Blick für das Motiv verbessern – Auge und Objektiv – Teil 3
Punkt 7:
Dank der praktisch augenblicklichen Anpassungsfähigkeit unserer Augen scheinen wir alles, nah oder fern, gleichzeitig scharf zu sehen, während ein Objektiv jeweils nur auf eine bestimmte Schärfenzone eingestellt werden kann und Gegenstände vor und hinter dieser Zone mit wachsender Entfernung von ihr immer unschärfer abbildet. Über diese Eigentümlichkeit des Objektivs kann die Blende hinweghelfen: je kleiner die Blendenöffnung, desto tiefer ist die scharf abgebildete Zone. Dadurch hat ein Fotograf, der Schärfe bzw. Unscharfe als bildnerisches Werkzeug benutzt, weiten Spielraum, von durchweg scharfen Aufnahmen bis zu solchen, in denen die Schärfe absichtlich auf eine enge Zone beschränkt und alles andere unscharf dargestellt ist.

