Vergleichstest – Lightroom 3 vs. Capture NX2 vs. DxO Optics Pro 6


Ich komme gerade von einer Fotosession zurück und entwickle die aufgenommenen Bilder. Ich habe ein Foto von der Schweizer Botschaft in der Dämmerung geschossen und möchte die stürzenden Linien aus dem Bild korrigieren. Ach mist, das kann ja mein RAW – Konverter gar nicht. Na gut, dann mach ich erst mal weiter und erledige das mit einem externen Programm.

Bevor ich mit der Bildbearbeitung beginne, möchte ich das Rauschen entfernen. Immer hin habe ich das Bild mit ISO 1000 aufgenommen und da ist meine Nikon D80 schon über ihren Möglichkeiten. Hmmm, das Rauschen ist zwar weg, aber das Bild sieht irgendwie matschig aus. Das können Andere besser. Nun gut, dann entferne ich das Rauschen hinterher mit einem externen Programm. Da fällt mir ein, ich habe gar kein externen Programm mit dem ich das Rauschen und die stürzenden Linien korrigieren kann. Und eigentlich würde ich lieber alles in einem Zug durchführen.


Ich möchte an dieser Stelle noch nciht verraten, welchen RAW-Konverter ich bis jetzt verwendet habe. Jedenfalls entschloss ich mich, drei der aktuellen RAW-Konverter miteinander zu vergleich und den für mich besten rauszusuchen.

Alle drei Anbieter bieten eine kostenlose 30 Tage Probeversion Ihrer RAW-Konverter zum test an. Ich habe alle drei umfangreich getestet und bestmöglich bewertet.

Der Vergleichtest gliedert sich in 7 Unterpunkte:

  • Bedienung
  • Performance
  • RAW – Erkennung
  • Objektivkorrekturen
  • Rauschunterdrückung
  • Bildbearbeitung
  • Community

Für jede Kategorie gib es 1 bis 3 Punkte. Dabei sind 3 Punkte die beste Wertung


Bedienung:

Die Bedingung von Lightroom 3 geht sehr leicht von der Hand. Das Interface lässt sich nach den eigenen Wünschen anpassen. Ein zweiter Monitor wird unterstützt und lässt sich konfigurieren. Da merkt man die Jahrzehnte lange Erfahrung von Adobe. Das Gegenteil in dieser Disziplin ist Capture NX2. Kein zweiter Monitor, die Menüs lassen sich nicht anpassen und die Bedienung ist sehr umständlich. DxO Pro 6 liegt irgendwo dazwischen.

Lightroom 3: 3 Punkte
Capture NX2 : 1 Punkt
DxO Optics Pro 6 : 2 Punkte


Performance

Lightroom 3 ist komplett 64 Bit fähig und nutzt somit den kompletten Arbeitsspeicher. Das merk man in der Performance. Leider kann man das von Capture NX 2 und DxO Pro 6 nicht behaupten. Beide Programme werden nach vielen Bearbeitungsschritten immer langsamer. Capture NX 2 stürzte gelegentlich auch mal ab.

Lightroom 3: 3 Punkte
Capture NX2: 1 Punkt
DxO Optics Pro 6: 1 Punkt


RAW-Erkennung

Da Capture NX2 direkt von Nikon kommt, ist dort erwartungsgemäß die RAW-Erkennung am besten. Alle Einstellungen wie Weißabgleich, Schärfung, Rauschunterdrückung usw. werden korrekt erkannt und können frei geändert werden. So können die gröbsten Einstellungen in der Kamera vorgenommen und anschließend im RAW-Konverter nur die Feinheiten angepasst werden. DxO Pro 6 und Lightroom 3 lesen nur die Grundlegenden Sachen aus, wie Z.B. den Weißabgleich. Aber selbst da liegt Lightroom 3 gelegentlich daneben. Ein Foto mit Weißabgleich von 2500 hat LR3 2650 wiedergegeben. Bei DxO Pro 6 kam diese Problem nicht vor.

Lightroom 3: 1 Punkt
Capture NX2: 3 Punkte
DxO Optics Pro 6: 2 Punkte

Zwischenstand:

Lightroom 3: 7 Punkte
Capture NX2: 5 Punkte
DxO Optics Pro 6: 5 Punkte

 

demnächst gib es den zweiten Teil des Vergleichstests

3 Kommentare

  1. Tweety600

    Moin, ich habe exakt das gleiche Problem. Ich kann verraten, dass ich bisher iPhoto verwendet habe. Langsam merke ich, dass iPhoto an seine Grenzen kommt bei dem was ich mit meinen Bildern machen will. Jetzt bin ich am Überlegen ob ich mir LR3 kaufen soll – oder vielleicht NX? Hatte früher mal Nikon Software installiert und fand die Bedienung etwas kryptisch.

    Sehr interessanter Vergleich, bin auf den zweiten Teil gespannt!

    • Mihau

      Vielen Dank. Ich arbeite inzwischen mit LR3 und bin sehr zufrieden. Inzwischen gibt es eine 64-Bit Version von CNX2. Werde ich demnächst mal antesten. Grüße Michal

  2. Hallo, auch ich bin schon auf den nächsten Teil gespannt.
    Selbst nutze ich seit Version 5 DXOpro, jetzt Version 6.6. Auch LR3 habe ich in Benutzung, dort fehlen mir aber die bei DXO umfangreichen Objektivkorrekturen. Ansonsten scheint LR3 teilweise intuitiver, DXO erfordert mehr Einarbeitung, allerdings sind die Ergebnisse aus meiner Sicht sehr gut. Nur die Geschwindigkeit ist nach wie vor ein Thema bei DXO.
    Vielleicht ist es unterm Strich doch Glaubenssache?!

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