Der Technikwahn

Digitale Spiegelreflexkameras sind so beliebt wie nie. Die Preise der Kameras fallen und jährlich kommen neue Modelle heraus. Grundsätzlich ist es eine erfreuliche Entwicklung. Zum Problem wird es erst, wenn die Technik im Vordergrund steht. Fragen wie: Welches Objektiv hat die besten Abbildungsleistung? Welcher RAW-Konverter holt am meisten aus meinen Fotos raus? Welche Kamera rauscht am wenigsten? Oder welche Speicherkarten sind die schnellsten? Wenn diese Art der Fragen die Oberhand gewinnt wird es schwer seine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern, denn eins wussten schon unsere Großväter, nicht die Kamera macht das Foto, sonder der Fotograf.

2 Kommentare

  1. In der Tat, dieser Technik-Fetischismus ist schon extrem geworden miittlerweile. Aber wer nicht Geige spielen kann, wird auch mit einer Stradivari nur Katzengejaule produzieren;)…Es ist aber eben auch unglaublich schwer, sein fotografisches Auge zu trainieren und vor allem iene eigene Handschrift zu entwickeln. Es wird in der Hinsicht auf technisch hohem Niveau viel kopiert, nachgeahmt und wiedergekäut. Man wird auch dermaßen mit Bildern bombardiert, dass es wahnsinnig schwer ist sich von diesen “Vorbildern” frei zu machen…
    Großartige Technik hilft da allerdings wenig, ist vielleicht sogar hinderlich, weils dazu verführt, den allseits bekannten “perfekten” Look zu kopieren.

  2. Mihau

    Ich sehe das an mir. Ich überlege immer wieder mein Nikkor 18-70mm 3.5-4.5 gegen das lichtstärkere Tamron 17-50mm 2.8 zu tauschen. Und das obwohl ich erst ein halbes Jahr meine DSLR habe. Wichtiger ist den Blick fürs Motiv zu trainieren. Übrigens finde ich es nicht schlimm, wenn man sich ein Motiv irgendwo “abschaut” und versucht es nachzufotografien. Dabei lern man eine ganze Menge.

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