Der Weißabgleich

Das Auge passt sich leichten Änderungen der Beleuchtungsfarbe an, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Leicht farbiges Licht halten wir für weiß. Die Fotokamera ist jedoch sehr empfindlich gegen Abweichungen von der Lichtfarbe, auf die er abgestimmt ist, und reagiert unweigerlich mit entsprechenden Farbstichen, sofern der Weißabgleich nicht korrigiert wurde.

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Blick für das Motiv verbessern – Auge und Objektiv – Teil 3

Punkt 7: 

Dank der praktisch augenblicklichen Anpassungsfähigkeit unserer Augen scheinen wir alles, nah oder fern, gleichzeitig scharf zu sehen, während ein Objektiv jeweils nur auf eine bestimmte Schärfenzone eingestellt werden kann und Gegenstände vor und hinter dieser Zone mit wachsender Entfernung von ihr immer unschärfer abbildet. Über diese Eigentümlichkeit des Objektivs kann die Blende hinweghelfen: je kleiner die Blendenöffnung, desto tiefer ist die scharf abgebildete Zone. Dadurch hat ein Fotograf, der Schärfe bzw. Unscharfe als bildnerisches Werkzeug benutzt, weiten Spielraum, von durchweg scharfen Aufnahmen bis zu solchen, in denen die Schärfe absichtlich auf eine enge Zone beschränkt und alles andere unscharf dargestellt ist.

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Blick für das Motiv verbessern – Auge und Objektiv – Teil 2

Und weiter gehts mit den Tipps, dein Auge für gute Motive zu trainieren.

Punkt 4:

Da wir zwei Augen haben, können wir die Tiefe direkt wahrnehmen. Im Gegensatz dazu hat die Kamera nur ein Auge und sieht so wie wir sehen, wenn wir ein Auge schließen, also flach und ohne Tiefe. Gegenstände in verschiedener Entfernung wirken wie auf einem flachen Hintergrund übereinander geklebte Papierschnitte. Dieser Unterschied im Sehen von Auge und Objektiv macht verständlich, warum so viele Fotos keinen Eindruck von Tiefe geben.

Der Fotograf mit seiner stereoskopischen Sicht sah seine Motive als dreidimensionale Körper, da er aber nicht fotografisch sehen konnte, bedachte er nicht, dass die Kamera sie anders sieht und dass Tiefe in Fotos nicht direkt wiedergegeben, sondern nur symbolisch angedeutet werden kann. Zu wirksamen Tiefensymbolen gehören Licht- und Schattenkontrast, Perspektive und Luftperspektive, d. h. die scheinbar mit der Entfernung vom Betrachter zunehmende Helligkeit und Verblauung von Gegenständen im Freien.

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